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1. Grundsätzliches Der Zusammenbau von MODEL LOCO-Bausätzen ist für einen einigermaßen geübten Modelleisenbahner nicht allzu schwierig, obwohl natürlich Unterschiede in der Komplexität der Bausätze bestehen. Die Bausatzteile sind paßgenau gegossen bzw. Geätzt, so daß größeres Nachbearbeiten der Teile nicht erforderlich ist.
In jedem Falle ist Sorgfalt und ausreichende Geduld beim Zusammenbau aufzubringen, wenn das fertige Modell allen Erwartungen entsprechen soll.
2. Empfohlene Werkzeugausstattung Folgende Ausstattung an Werkzeugen und Hilfsmitteln hat sich für den Zusammenbau der Modelle bewährt.
verschiedene Nadelfeilen (flach, Dreikant-, rund) · Feinmechaniker-Schraubenzieher · Pinzetten (spitz, flach) · Schrägvornschneider oder Seitenschneider · kleine Spitzzange · Batelmesser mit gerader und gebogener Klinge (Skalpell o.ä) · Spiralbohrersatz 0.4mm Ø bis 2.5mm Ø, um 0.1mm steigend. · Kleinbohrmaschine und/oder Stiftenklöbchen · Trenn-und Schleifscheiben · Lötkolben ca. 30 W bzw. Temperaturregelbare Lötstation oder Flammlötgerät · Feinlötzinn (Lötdraht) und Flußmittel oder Lötpaste · Zweikomponentenkleber und Sekundenkleber
3. Vorbereiten der Teile Prüfen Sie als erstes anhand der dem Bausatz beiliegenden Teileliste, ob alle Bauteile vollzählig und einwandfrei sind. Sollten Teile fehlen oder beschädigt sein, füllen Sie bitte den beiliegenden Vordruck aus und senden ihn unverzüglich an DJH MODEL LOCO. Sie erhalten umgehend Ersatz. Um Verluste von Teilen zu vermeiden, sollten Sie die kleinen Bauteile in der Verpackung belassen, bis Sie für den Zusammenbau tatsächlich benötigen.
Vor dem Zusammenbau sind alle Teile des Bausatzes von den Guß- bzw. Ätzgraten zu befreien. Bei den Weißmetallteilen läßt sich der Gußgrat im allgemeinen leicht mit einem scharfen Bastelmesser oder einer Nadelfeile entfernen.
Die Messinggätzteile können aus der Ätzplatte mit einem kleinen Seiten- bzw. Schrägvornschneider ausgeschnitten oder mit einer Trennscheibe ausgetrennt werden. Achten Sie darauf, daß Sie die Teile nicht verbiegen oder verdrehen. An den Ätzteilen ist nur wenig Nacharbeit erforderlich, lediglich die Reste der Verbindungsstege sind vorsichtig abzufeilen oder-schleifen.
Nach dem Entgraten sollten alle Teile auf einer ebenen Unterlage genau ausgerichtet, danach in einer warmen Spülmittellösung oder Reinigungsbenzin gereinigt und entfettet werden.
4. Zusammenbau Weißmetall - und Messingbausätze können verlötet oder verklebt werden. Bei der Verbindung zweier Messinggätzteile ist in jedem Falle einer Lötung der Vorzug zu geben. Dies kann mit einem Lötkolben oder einem Flammlötgerät erfolgen. In beiden Fällen sollte sparsam mit Lötzinn umgegangen werden.
Das Löten von Weißmetallteilen ist dagegen wegen des niedrigen Schmelzpunktes des Werkstoffs nur sehr erfahrenen Modellbauern zu empfehlen. Zum Kleben eignen sich Zweikomponentenkleber und Sekundenkleber. Größere Gehäuseteile und beanspruchte Verbindungen besser mit Zweikomponentenkleber zu verkleben, da hiermit eine höhere Festigkeit und Alterungsbeständigkeit zu erzielen ist. Außerdem lassen sich bei der Verwendung von Zweikomponentenkleber die Teile nach dem Zusammenfügen noch ausrichten. Vor dem Verkleben sind die Teile zunächst "trocken" zusammenzufügen, um die Paßgenauigkeit zu prüfen. Danach den Kleber einseitig dünn auftragen und die Teile zusammenfügen. Es empfiehlt sich, die Teile bis zum Aushärten des Klebers zusammenzuspannen. Hierzu eignen sich kleine Holzklötzchen und Gummiringe verschiedener Größe. Kleinere Anbauteile werden am zweckmäßigsten mit Sekundenkleber befestigt.
5. Lackierung Ist das Modell gemäß Bauanleitung fertiggestellt und funktioniert es zur Züfriedenheit, dann kann es lackiert werden. Hierzu wird das Modell zunächst soweit wie möglich wieder zerlegt, alle Baugruppen sorgfältig gereinigt und entfettet.
Fur die Lackierung der Gehäuseteile und des Fahrwerksrahmens empfiehlt sich unbedingt eine Spritzpistole. Als erstes ist eine Haftgrundierung aufzubringen, dannach die Decklackierung. Wichtig ist, daß die Lackschichten hauchdünn aufgebracht werden, um die feinen Details nicht zuzudecken. Lieber mehrmals feine Schichten aufbringen, als zu versuchen, mit einem Mal eine vollständige Deckung zu erreichen.
Kleinere Teile wie Radsterne, Puffer, Kupplungen etc. werden besser mit einem feinen Pinsel lackiert.
Peter Schiebel
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